Megatrend Neo-Ökologie : Nachhaltigkeit und Klimaschutz in der Verpackung

Energiewende, EU-Plastikverordnung, Fridays for Future oder Greenwashing sind nur einige der Schlagworte, die die Gesellschaft schon seit längerem stark beeinflussen. In Zeiten der Corona-Pandemie hat sich wohl der aktuelle Fokus verschoben, der grundsätzliche Trend jedoch bleibt deutlich zu erkennen.

Der Trend verändert persönliche Kaufentscheidungen, gesellschaftliche Werte und auch Unternehmensstrategien. Politik und Gesellschaft werden sich teilweise an diesem Trend neu ausrichten.

Bio-Märkte und Produkte haben das Konsumverhalten der Menschen geändert und tun dies weiterhin. Das Beispiel der wachsenden Zahl an Unverpackt-Läden zeigt die hohe Sensibilität der Konsumenten für Verpackungen.

Zwischen der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung bzw. unter deren Druck stehen auch Unternehmen, die für sich häufig das Thema Ökologie und Klimaschutz neu in ihrer Unternehmensstrategie verankern müssen. Hierbei geht es meist um einen Dreiklang:

1. Vermeiden: es gilt, so gut es geht, CO2-Emissionen zu vermeiden. Beispielsweise indem auf unnötige Werksumlagerungen oder Dienstfahrten verzichtet wird. Oder gar echt „grüner“ Strom eingesetzt wird.

2. Reduzieren: durch technische Innovationen und verbesserte Verfahren sollen CO2-Emissionen reduziert werden.

3. Ausgleichen: durch die Beteiligung an Klimaschutzprojekten zur weltweiten CO2 -Bindung werden eigene, unvermeidbare Emissionen ausgeglichen.

Denn in der gesamten Klima-Debatte darf stets auch nicht vergessen werden, dass ein vollständiger Verzicht auf Emissionen in der kurzen und mittleren Frist nur das Abschalten von Produktionsanlagen in vielen Industriezweigen bedeuten kann. Dies würde zu keiner Verbesserung der Situation führen. In Anbetracht der aktuellen Situation lässt sich sarkastisch feststellen, dass viele Unternehmen im Zuge der Corona-Krise ihre Klimaziele für das Jahr 2050 bereits 2020 erreicht haben, die Frage ist: um welchen Preis?

Deshalb gilt stets das Credo, sowohl im eigenen Handeln, bei politischen Entscheidungen aber auch im unternehmerischen Kontext ehrlich, aber besonnen mit dem Thema umzugehen.

In der Wiegand-Glas Unternehmensgruppe war und ist dem Thema Nachhaltigkeit stets eine besondere Bedeutung zugekommen. Durch technologische Innovationen, wie etwa den Einsatz von Gutvorwärmern oder neueste Rauchgasreinigungstechnologie, wird sukzessive die Umweltleistung verbessert. Mit dem Bekenntnis zur eigenen Altglasaufbereitungskapazität wird der Material Footprint der Produkte sukzessive verbessert. So werden dadurch jährlich mehr als 700.000 Tonnen Primärrohstoffe eingespart – ein wichtiges Zeichen für die Nachhaltigkeit. Durch die konsequente Weiterentwicklung unserer Produkte hinsichtlich Formgebung und Gewicht wird auch deren individueller Carbon Footprint zunehmend geringer. Seit 2013 konnten so mehr als 20.000 Tonnen CO2 eingespart werden.

Dennoch wird es auch in Zukunft für Wiegand-Glas wichtig sein, den eigenen Beitrag zu Ökologie und Klimaschutz noch stärker herauszustellen. So soll hierzu unter dem Label „Eco2Bottle“ eine Produktlinie ins Leben gerufen werden, die bestmöglich nachhaltige und klimafreundliche Eigenschaften auf sich vereint. Hierzu können Sie in der nächsten Glasnost dann mehr lesen.


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