Coronavirus – Auswirkungen und Maßnahmen in der Wiegand-Glas Unternehmensgruppe

Das neuartige COVID-19 Virus bestimmt seit Mitte März unser Tun und Handeln. Die Auswirkungen auf unsere Werke an allen Standorten waren und sind vielschichtig. Eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erkrankten, eigene Mitarbeiter waren in Quarantäne, Mitarbeiter hatten Kontakt zu einer Person aus einem Risikogebiet, Kunden konnten nicht bedient werden, Zulieferer fielen aus, Grenzen wurden geschlossen, Besprechungs- und Verhandlungstermine fielen aus, Projektpläne mussten angepasst werden, Eltern waren durch die Betreuungspflicht ihrer Kinder belastet, da die Schulen und Kindergärten geschlossen wurden, Großveranstaltungen werden untersagt, Hotels, Restaurants wurden kraft öffentlich-rechtlicher Anordnungen geschlossen. Auf all diese Fälle mussten Antworten gefunden werden, um einen funktionsfähigen Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten.

Dazu haben wir einen Krisenstab gebildet, der in regelmäßigen Abständen die Mitarbeiter über die aktuellen Entwicklungen und Maßnahmen zur Vermeidung einer Ausbreitung des Coronavirus informierte. Ziel war es dabei, eine Infektion unserer Mitarbeiter in den Betrieben zu verhindern sowie die Aufrechterhaltung der Produktion zu sichern.

Vor besondere Herausforderungen hat uns gleich zu Anfang die zweiwöchige Quarantänezeit in Neustadt am Rennsteig gestellt. Keiner der 900 Einwohner durfte in der Zeit vom 22.3.2020 bis 05.04.2020 wegen einer Vielzahl von Infektionen den kleinen Ort verlassen. Darunter auch 30 Mitarbeiter der Wiegand-Glas Unternehmensgruppe, die nicht an ihren Arbeitsplatz kommen durften.

Die vorsorglichen Maßnahmen zur Vermeidung einer Ausbreitung des Coronavirus, die bei Wiegand-Glas umgesetzt wurden, waren wie folgt:

Im ersten Schritt wurden alle Mitarbeiter darauf hingewiesen, die Hygienerichtlinien wie Abstand halten zu anderen Personen, Verzicht auf das Händeschütteln bei der Begrüßung, Niesen und Husten in die Armbeuge sowie eine regelmäßige Handhygiene unter der Nutzung von zusätzlich bereitgestelltem Desinfektionsmittel einzuhalten. Es musste sichergestellt werden, dass keine erkrankten Mitarbeiter oder Mitarbeiter mit einem Verdacht auf eine Infektion das Betriebsgelände betreten.

Außerdem wurden Regelungen geschaffen, wann interne Meetings notwendig sind und wann darauf verzichtet werden kann und wieviel Personen maximal teilnehmen dürfen. Für die Betriebskantine wurden Nutzungszeiträume und eine maximale Anzahl an Sitzplätzen aufgestellt, um eine Vermischung und einen Kontakt der Mitarbeiter zu minimieren. Auch wurden die Kantinen für die Fremdfirmen geschlossen. Dienstreisen wurden auf die absolute Notwendigkeit reduziert, dies betraf auch Dienstreisen zwischen den einzelnen Standorten der Wiegand-Glas Unternehmensgruppe.

Soweit wie möglich und sinnvoll wurden Voraussetzungen für Homeoffice geschaffen, die zum einen dafür dienten, Infektionen untereinander zu verhindern und die eigene Gesundheit zu schützen und zum anderen, die Kinderbetreuung im eigenen Haushalt zu gewährleisten.

Zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit von einzelnen Abteilungen wurden Abteilungen in Gruppen aufgeteilt und Arbeitsplätze verschoben, damit die Kontaktmöglichkeiten reduziert werden konnten. Die Einführung von versetzten Pausenzeiten und Bereitschaftsdiensten gingen mit dieser Maßnahme einher. Darüber hinaus wurde für bestimmte Abteilungen eine vorübergehende Absenkung der Arbeitszeit vereinbart.

Für alle Mitarbeiter der Wiegand-Glas Unternehmensgruppe wurden bereits Anfang April wiederverwendbare Mund-Nasenschutzmasken mit einer doppelt inliegenden Vliesschicht ausgehändigt. Die Tragepflicht wurde eingeführt, wenn der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann und Tragehinweise wurden kommuniziert.

All diese Maßnahmen wurden unter Berücksichtigung der jeweilig geltenden Beschränkungen und Allgemeinverfügungen zum Vollzug des Gesetzes für Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz – IfSG) in Bayern und Thüringen durchgeführt. Mit den jeweiligen Betriebsratsvorsitzenden der Standorte fand ein regelmäßiger Austausch statt. Auf diesem Wege möchten wir uns für die kooperative und zweckdienliche Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat bedanken.

Unser weiterer Appell geht an Sie, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Denken Sie immer daran, dass das Coronavirus noch lange nicht besiegt ist. Wir bitten Sie deshalb, auch im privaten Bereich die genannten und bekannten Maßnahmen zum Schutz Ihrer Gesundheit strikt zu beachten und einzuhalten. Bleiben Sie gesund!


back